Montag, 14. August 2017

Rise against the traffic-jam



Der Tag beginnt still.
Fern ab von allen lebensnotwendigen, akustischen Hupsignalen und videoüberwacht wie im Hochsicherheitstrakt von Alcatraz beginnen wir mit Sonnenbaden.

Die Sonne scheint uns schon von Meerseite auf die Poolliegen, als das Gartentor die Passage für 3 fleißige Hausbienen frei gibt.
Mit 3000 Umdrehungen wird die Wassermelone im Häcksler zu Mus geschlagen, um kurz darauf die Eiablagen der umgebenen Hühnerställe in die Bratpfanne zu werfen.

Die eigens für uns zubereiteten Omelette´s landen auf dem Teller und werden mit leeren Mägen sofortig verwertet.
Wir haben Zeit, anders als die ( doch sehr gewöhnungsbedürftigen ) Fleißmeisen, welche sich unserer Schmutzwäsche vom Vortag annehmen.
Wir bezweifeln bei mittlerweile 35° Außentemperatur nicht , das die Wäsche in wenigen Minuten wieder verwendbar ist, haben nun jedoch besseres zu tun..

Der erste halbe Liter Sonnencreme und einige Flaschen kühlendes Bier müssen sich gegen Mittag ihrem Schicksal ergeben.


Doch eine Gruppe ist nie ausgelastet ohne eine adäquate Aktivität.

Die neulich erlernten Faustregeln zum Fahren eines Fahrzeuges im balinesichem Straßenverkehr haben sich über Nacht fast verinnerlicht : 

1. Wer blinkt wird ignoriert, wer jedoch hupt darf fahren wie und wohin er will
2. Markierungen sind Dekoration -> können daher gänzlich außer Acht gelassen werden
3. Tempolimits sind relativ und daher für Jedermann NICHT von Interesse

Die Gruppe sattelt die 8 Mopeds, welche sich fast von allein vor unserer Haustür abgeparkt haben.
Nach kurzer Betrachtung und einigen Funden von persönlichen Gegenständen im Kofferquartier, sind wir sicher, das die gesamte Nachbarschaft eine bedingungslose Leihgabe bereitgestellt haben muss.

Fahren auf balinesischen Straßen grenzt an eine Nahtoderfahrung in der ersten Reihe.
Doch nichts hält uns davon ab die Straßenküchen bis auf das letzten Hähnchenbein auszurauben und notfalls auch mit den Fingern in scharfen Soßen herumzurühren.



Man fühlt sich willkommen wie ein Popstar auf Tournee.
Zwischen winkenden Mopednachbarn an der roten Ampel und unglaublich netten Verkäufern, die einem kurzen Plausch mit Händen und Füßen nie abgeneigt sind, weiß man nie wohin der Blick zuerst schweifen soll.


Es mögen manche Dinge gewöhnungsbedürftig aussehen,  doch kein Inhalt der fast 50 Tüten für umgerechnet 11Euro war nicht schmackhaft oder ungenießbar.
Eine geschmackliche und optische Achterbahnfahrt bietet Singaraja fast an jeder Ecke und zeitweise auch am Straßenrand, doch wir sind mehr als bereit den Sicherheitsgurt zu lösen und in die farbenfrohe Welt einzutauchen .



Es wurde ähnlich königlich gegessen, wie in mindestens einer Serienfolge von "Game of Thrones" .
Ebenso wie das fürstlich Essen , wird nun der nächtliche Blick aufs Meer der nach Erholung schreienden Seele zugeführt.


Linda

Sonntag, 13. August 2017

Reise zum Endpunkt der Erde


Der Wecker klingelt früh .. unsere Zeit ist gekommen.
Ab jetzt läuft der Timer zum Erreichen der Villa Beachfront..

Der Kampf gegen die letzten Gegner im Krieg um die vollkommene Entspannung beginnt.

Feind Nummer 1 klingelt sogar freiwillig an der Haustür .. der Taxifahrer ist wie bestellt pünktlich um 4 Uhr vor Ort, um die Horde zum nächsten Schlachtfeld zu führen.

Am Bahnhof bäumt sich der nächste metallische Gegner auf.. der blecherne Bandwurm windet sich Richtung Berlin Tegel, um dort für kurze Zeit auf eine gummibereifte Alternative umzusatteln.

Angekommen am Berliner Abflughafen, fallen wir wie ein Trupp wilder Affen in die Vorhalle ein, um dort unsere 3 aerodynamischen Himmelskörper gen Südwesten zu treiben.

Der Kampf fordert Opfer .. sowohl psychisch ..




...als auch physisch..




Doch nach dem großen Teilerfolg ..Kuala Lumpur endlich erreicht zu haben und auch die kulinarische Versorgung im Flugzeug ohne größere Blasenbildung im Mundwinkel überstanden zu haben..sind wir der Meinung auch weitere Landstriche einnehmen zu können.

Angekommen am Flughafen Bali stellen wir uns, marineähnlich, in Reih und Glied an um von unserem letzten Offizier den erlösenden Stempel zum Visum einzustreichen .

Dann schlussendlich schreiten wir erhobenen Hauptes in die Ruhmeshalle des GROßEN und EINZIG WAHREN Urlaubsparadieses.



Umjubelt von unzähligen Schaulustigen und unter dem Geschrei von preisgünstigen Taxiangeboten bahnen wir uns den Weg zum abgeparkten High - End - Bus : Der Fahrschein zur Villa.

Die Fahrt ist eine einzige Glanzleistung unseres "Drivers" der uns gekonnt und ohne das geringste Anzeichen von Anstrengung Richtung Villa manövriert..

Mit geprelltem Nierenlager und der Ankündigung eines Herzinfarktes passieren wir die Tore..

Der Timer ist beendet und als letzte Huldigung unserer Selbst nehmen wir nun ein abendliches Getränk mit "steifer Brise von Meerseite" auf unserer Haut ein ..




Linda

Freitag, 11. August 2017

Acht geile Tüten...ähm Typen !!




Es sind nur noch wenige Stunden und es geht los..
Nach einer letzten Mahlzeit auf europäischem Gebiet, sind wir gestärkt und munter für eine lange Reise..

Ich freu mich !! 


Wir sind nun alle mehr als urlaubsreif und die Stimmung steigt mit jeder Sekunde..
Es ist nicht immer leicht eine Reise zu planen , aber auch das kann man mit Freunden überstehen..
Das Taxi ist gebucht, die Koffer gepackt..Reisepässe kontrolliert..ab geht´s !!



Ich Packe meine Sachen und nehme mit ...

... meine besten Freunde natürlich. Es ist mal wieder so weit wir sagen "...Und Tschüss". Das Ziel dieses Jahr ist .......Trommelwirbel...... BALI ! :D
Und diesmal nehmen wir einfach alle mit die man im Urlaub vermisst :P

Ganz so einfach wie die anderen Reisen zu planen war es nicht.
Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie schwer es ist 8 Flugtickets zu vernünftigen Preisen zu bekommen...
Aber wir haben es trotzdem geschafft und Rückblickend zum richtigen Zeitpunkt gebucht :)

Unterkunftsmäßig probieren wir dieses Jahr mal Airbnb aus.  Vielversprechend sieht unser Häuschen ja aus :D



Na dann bis später unser Flieger geht morgen Mittag, dann heißt es wieder "...Und Tschüss" :D

Donnerstag, 10. November 2016

Zwar sieht man grün, doch wir sehen ROT


Der heutige Tag wird ein Knaller, so denken wir. Es ist schließlich der letzte Tag vor der Abreise, da muss nochmal was "Dolles" her und lassen den Wecker um 6.30Uhr klingeln.

Es ist früh, dennoch sammelt Marcel seine Fotoutensilien sicher und mit höchster Präzision zusammen , denn es geht in den "Khao Sok Nationalpark".

Laut Informationen ist der Park zumindest, einer, der ältesten der Erde und zudem der einzige natürliche Lebensraum für die "Riesenblume" und wildlebende Tiger in Thailand.
Wir hoffen natürlich nach unserem gestrig erprobten Glück heute mindesten genau soviel zu haben und starten nach unserem Frühstück , bestehend aus einer pinken Drachenfrucht und einer Mango, motiviert los.

Wir werden am Hotel abgeholt, wo uns ein deutschsprachigen Guide einsammeln soll. Nachdem wir aber auf Thai begrüßt werden und ab dann nur noch englische Worte fallen, richten wir uns mental darauf ein heute lediglich Englische Info`s zu erhalten. Doch ein mittlerweile geübtes Ohr schreckt das nicht ab uns wir steigen in einen Bus, welcher mit 1japanischen Pärchen, 2 Belgiern, 1 Russin und 3Deutschen bereits wieder einmal die Belastungsgrenze erreicht hat.
Doch auch daran haben wir uns ja bereits gewöhnt und in einem eisig gekühltem Bus beginnt wenigstens niemand zu schwitzen.

Wie erwartet startet die Tour auf Englisch, wobei wir die 2 sind , welche am wenigsten blöd aus der Wäsche gucken. Scheinbar können die Japaner weder englisch noch deutsch und auch die übrigen "Germans" haben scheinbar mit Mutterspracheninfos gerechnet. Na das kann ja heiter werden.


Nach 2h Fahrzeit haben sich die ersten zarten Geprächspaare gebildet, welche nun durch einen Kaffeestop in einem Restaurant unterbrochen werden.
Wir steigen also unwollend aus und rechnen hinter jeder Ecke bereits mit einem "flokatiwedelnden Teppichhändler" doch das bleibt uns heute erspart. Brav trinken wir unseren Kaffee und haben zum Glück eine gute Aussicht auf die Bucht von Khao Lak.










Nächster Stop: Elefantencamp. Laut Website des Anbieters ist es aus Gründen des Tierschutzes seit 1.November verboten die Tiere im Park zu reiten, weshalb nun ein Bad im Fluss und eine Fütterung angeboten wird. Das ist einer der größten Gründe, warum wir uns dafür entschieden haben..
Als wir jedoch VOR dem Nationalpark abgeladen werden, dämmert uns soglangsam , das hier wohl ein Schlupfloch gebaut wurde.

Reiten IM Park verboten, aber wer sagt das wir IN den Park fahren. Dieser Hinweis wird uns nur beiläufig zugeschoben und nicht nur wir fallen dabei aus allen Wolken. Ja ihr habt richtig verstanden...eine Tagestour in den Nationalpark, aber ohne Besuch im Park selbst.
Es ist uns dabei weniger Schade um die bereits gezahlte Eintrittsgebühr für den Park, als um die verpassten Naturhighlights.

Der Puls steigt, der Blutdruck ist grenzwertig.

Wir, aber vor allem ich, reißen uns am Riemen und gehen nun frohen Gemütes auf die Elefanten zu.
Die Tiere sind toll. Unglaublich anmutig und ausgeglichen zugleich. So nah waren wir noch keinem lebensechten Tier.



Doch auch hier wird uns das Lachen für kurze Zeit genommen. Bis jetzt ist uns unklar, wer die Frau eigentlich angestellt hat, doch unsere "Führerin" bittet nun auf den Elefanten Platz zu nehmen, um eine Trekkingtour zu starten.

Ich explodiere und kollabiere zugleich. Für was haben wir hier eigentlich gezahlt?

Doch nachdem ich meinen Emotionen ordentlich Luft gemacht habe, lächelt die Madame weiterhin über beide Ohren. Ich versuche es nochmal... nun mit Händen und Füßen, doch als ich erkennen muss, das sie weiterhin die Mundwinkel zu beiden Ohren zieht , wähle ich die Nummer des Veranstalters. Es ist zwecklos, weder das eine Ende noch das Andere kann genügend Englisch um zu verstehen, was mittlerweile 6 Leute wollen..

Wir gehen zu Fuß..aus Ende ..nix reiten..und das war eine gute Entscheidung.


Der einzige Bulle in der Herde hält brav für reichlich Fotos her und das mit schon 40 Jahren auf dem Elefantenbuckel. Sein Mahut ( Besitzer ) ist übrigens 55Jahre alt..































Und so haben wir auch hier, zwar keine Lösung gefunden, aber sind froh einen Mittelweg gegangen zu sein..











Weiter geht es in den "Monkey Cave Temple" . Äffchen sind immer klasse und daher erhoffen wir uns eine Menge netter Spielgesellen und tolle Motive für die Linse. Heute am Auslöser : LINDA


"Sie sehen nix , sie hören nix, sie sagen nix ! "





































Und durch die Linse, entdeckt man manchen Gemeinsamkeiten zur Spezies "Mann"



Man muss sie einfach lieben...












Mit einem Bambusfloß geht es auf dem " Khao Sok River " entlang. Übrigens ist dieser Teil der Tour der Namensgeber. Gut das dabei auch jeder an den Fluss denkt und nicht an den 4km entfernten Nationalpark..wir danken für die Aufklärung.















Unterwegs ein Päuschen im "Dschungelkaffee" . Hier wird das Wasser im Bambus gekocht und serviert. Als kleines Beruhigungspräsent , dürfen wir die Becher sogar behalten..





Doch auch hier geht nichts ohne Katastrophen von Statten. Nachdem wir jedes Stromkabel in Bangkok umrundet,  jede Schlammpfütze auf Koh Phayam übersprungen, jede Bordsteinkante in Ranong gemeistert haben - nimmt Marcel hier ein Wespennest mit und erhält als Gratissouvenir nicht nur einen Bambusbecher mit originalem Bambuslöffel, nein sondern zum Preis von einem auch noch 8schmerzhafte Stiche obendrauf...Nur wenn sie jetzt anrufen, haben sie die Chance das selbe zu erleben..

Doch eine Mann mit Asiatischen Wurzeln kennt keinen Schmerz und lässt sich nach gutem Zureden auch schnell beruhigen. Daher kann es auf dem Fluss weiter auf Tierpirsch gehen..leider nur mit mäßigem Erfolg.



Denn nur das geübte Auge unseres Bootführers , entlockt dem Dschungel ein paar Geheimnisse.









Nach DIESER Tagestour und der Heimkehr gegen 19Uhr ist natürlich ein traditionelles und damit auch letztes Thaiessen vom Straßenstand nötig, um den Tag gelungen enden zu lassen..


Mittwoch, 9. November 2016

Pilgerweg zu Buddha


Heute schlafen wir aus. Gegen 10Uhr werden wir aber munter und versuchen unser geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Zuerst wollten wir ins "Tiger Kingdom" , doch nachdem mehrfach negative Meinungen zu uns  gedrungen sind, wollen wir eventuelle Tierquälerei nicht unterstützen. Also entscheiden wir uns für eine Besuch beim "Big Buddha von Phuket"
Da die Entfernungen auf der Insel jedoch recht groß und damit die Fahrpreise für ein Taxi recht hoch sind, entschließen wir uns den größten Teil der 11km Strecke zu Fuß zurückzulegen.
Der Himmel ist bewölkt, es scheinen daher gute Bedingungen zu herrschen.




Wir schlendern also unbeschwert von Dannen und bewegen uns, zu Beginn, an der Promenade von Phuket entlang. Hier können wir einen Blick auf das Tagesgeschäft der zahlreichen "Budenbesitzer" richten und stöbern den ein oder anderen Leckerbissen zum Frühstück auf.












Heute besteht die erste Mahlzeit des Tages für Marcel aus einem süß-saurem Hähnchenkeulchen und für mich aus 1/2 Papaya. Gepaart mit einem Kakao aus der Pappe und nem edlen Schluck Wasser, sind wir bereit für eine Tour..

Dumm nur:  der Weg schlängelt sich bergauf und direkt an der Straße.
So halten wir es für besser ein Mopedtaxi nach Karon zu nehmen. Wobei fraglich ist , ob es zu 3. auf einem Moped und mit einem stark nach Bier riechendem Fahrer sicherer ist ...
Der Mann macht seinen Arbeit jedoch gut und bringt uns schnell und ohne Probleme an den Strand von Karon.
Hier geht es sichtlich ruhiger zu, scheinbar auch aus dem Grund heraus , dass hier abschnittsweise Strandschirme und Liegen verboten sind. Dort wo sie allerdings erlaubt sind, ist der Badebereich aufgrund von Rip -Strömung stark eingeschränkt... Clever ..die Thais (:

Der Aufstieg, zur alles überragenden Statue, ist dank GPS schnell zu finden.
Gut das nicht mal die umliegenden Häuser den Weg kennen, oder sie uns für verrückt erklären diesen zu nehmen. Schon hier hätten wir aufmerken müssen..

Die nächsten 4km, sind dank tourifreundlicher Pfadfinder, ausgeschildert. Auch wenn die Schilder in manchen Situationen fast von den Bäumen fallen oder schlichtweg überwuchert werden.


Den Pfad hat scheinbar schon lang keiner mehr benutzt. Ausgenommen die anliegenden Dschungelbewohner und Heerscharen von Hühnern.
Wir sind aber recht froh, NICHTS zu sehen, denn durch das Rascheln in den Büschen und umliegenden Gräben, sind wir sicher nicht allein hier ..


Die Umgebung ist grün, saftig und vor allem : heiß und feucht !! Wer gibt schon Geld für ein Dampfbad aus, wenn einem hier der Schweiß in Strömen den Nacken hinunter läuft.















Als wir die Hauptstraße erreichen, werden wir von Elefantenhütern und ihren Schützlingen überrascht.. Wir verzichten aber auch auf dieses Fortbewegungsmittel und hecheln lieber weiter die Straße entlang..
Anhand der Menschen die in den gekühlten Limousinen und luftigen Tuck-Tucks an uns vorbeifahren,  erhalten wir auch einen Vorstellung , warum der Wanderweg kaum genutzt wird.
In Scharen werden krebsroten Engländer, himmelblaue Russen und kreidebleiche Deutsche in Gefährten , welche sicher die Maximalbeladung erreicht haben, den Berg hinaufgekarrt.
Warum auch laufen , wenn man am Restaurant an der Straßenseite zum Mittag abgesetzt wird und der Fahrer währenddessen auf einen wartet?







Doch auch wir erreichen unser Ziel. Als Big Buddha auf uns herab schaut setzen wir uns, mit dem ein oder anderen Schweißfleck am Körper, aber "saustolz" auf eine schattige Bank.
Der mittlerweile 35° warme Schluck Wasser aus unserer PET Flasche umrahmt einen tollen Ausblick auf die naheliegende Bucht .


Wir umrunden Buddha einmal und suchen dann nach einer Möglichkeit, den Abstieg nicht zu Fuß gehen zu müssen. Nun jedoch wartet jeder sonst so lästige Tuk Tuk Fahrer brav unter einem schattigen Baum auf die baldige Rückkehr seines Herren und bewegt sich dort nichtmal für Geld fort.
Es heißt also auch Berg ab geht es Fuß.
Die Sonne brennt mittlerweile kräftig und auch vom Wasser ist nichts mehr übrig..

Aber für das brave Pilgern zu Fuß, möchte uns scheinbar auch Buddha belohnen und schickt uns ein Auto mit Ladefläche vorbei. Auf der Ladefläche bereits sitzend : 2 neugierige Jungs ( welche ich höchstens 15 geschätzt hätte, aber in Wirklichkeit 25 und 29 Jahre alt waren) die mehr als interessiert an uns sind. Leider lässt das schlechte Englisch nur ein Hand und Fußgespräch zu .. aber für ihre Hilfe sind wir ihnen und ihrer Familie in der Fahrerkabine mehr als dankbar und das alles ohne Geld zu verlangen..

Am Fuße des Berges sind wir am Ende. Schwitzen ist fast nicht mehr möglich, denn seit wann saugt einer nasser Fetzen noch Wasser auf, Marcel Gesicht wird immer röter und meine Gedanken kreisen schon seit Längerem nur um Essen.
Also umsatteln auf ein Mopedtaxi und auf nach Phuket City.
Am Ort der Begierde angekommen, stehen wir hier jedoch vor einem verschlossenen Markt. Da in keiner Aussage bzw. Information je erwähnt wurde, das der örtliche Foodmarket nur am Wochenende geöffnet hat muss die Odyssee wohl weitere gehen..und das tut sie auch.
Und zwar weitere 8km in Richtung Phuket Innenstadt..Auf dem Weg sammeln wir neben einem weiteren Hühnerkeulchen für mich und einem gezuckertem Butterbrötchen für Marcel, auch eine 1A Suppe Thaisuppe aus der Straßenküche ein.


Doch der Wahnsinn kennt heut kein Ende und die insgesamt 30.000 Schritte bei gefühlten 88% Luftfeuchtigkeit und 35° müssen nun reichlich belohnt werden...




Dienstag, 8. November 2016

Willkommen in der "Hauptstadt der Lustmolche"


Wir haben einen langen Tag hinter uns..
Nachdem wir um 6.30Uhr durch Grillenzirpen, dem Rauschen des Meeres und leider auch Marcel´s Handywecker geweckt werden, beginnt unsere Reise nach Phuket.
Wir fahren mit Mopedtaxis zum Pier, starten dort mit dem Speedboot Richtung Ranong, steigen hier in ein Taxi zum Busbahnhof und erwischen dort den 9.30Uhr Bus nach Phuket..



Ganze 6h verbringen wir in einem halbwegs fahrttauglichem Bus , der ohne große Verwunderung auszulösen, W-Lan hat. Dank einer guten Verbindung ins World-Wide-Web und bester Gesellschaft eines Wiener Pärchens ,  vergeht die Zeit jedoch schnell.

Als wir Phuket erreichen regnet es leicht. Es ist 16 Uhr und wir sind froh eine gutes Taxi zu erwischen, dessen Fahrer zwar unter schlechten Fahrkenntnisse leidet, aber einen guten Preis anbietet.

Wir fahren durch die Innenstadt mit dem Ziel : Patong Beach.
Der Abschnitt der Insel ist in allen einschlägigen Reiseforen und auch Büchern als "Sündenpfuhl" bekannt und glänzt einzig und allein durch Massentourismus und schlechtes Essen.

"Kurz gesagt wer am Strand schläft, riecht auch den Fisch im Meer. "
Und das ist hier in mehrfacher Hinsicht fakt. Der Strand ist direkt vor der Tür, aber dank der nahenden Dunkelheit, ist zur Zeit unsere Ankunft nicht mehr viel erkennbar. Was uns morgen blüht verraten jedoch die Müllberge am Straßenrand und die aufgetürmten Plastikliegen an der Promenade...
Doch etwas ist eindeutig und ohne jeden Zweifel erkennbar - wer sucht, was in St.Pauli hinter jeder Nachtclubtür verborgen bleibt und dieses Angebot gern mit Alkohol und lauter Musik vermengt , macht Urlaub in Phuket.
In Reih und Glied schießen Bars, Clubs und Ramschgeschäfte aus dem Boden, wie anderorts die
Pilze.


Das Besucherklientel ist deutlich aus dem Westen des Globus und meist mit krebsroten Rücken oder nem peinlichen Fummel ausgestattet. Die Bars sind voll besetzt mit scheinreichen Münzmillionären und modrigen Zombies, welche offenbar nur eines suchen. Leider wird uns bei ca. 10minütig angebotenen "Massagen" nur allzu bewusst dass, das Gesuchte auch gefunden wird.





Dafür glänzt das Hotel. Zwar versteckt in einem Gasse aus Imitatkleidern, aber sauber, gepflegt und freundlich ...spitze.







Doch auch nach einem Bummel durch die Nebengassen, findet sich doch noch eine aufregende Neuigkeit für uns, welche natürlich prompt getestet werden muss. Uns da man wesentlich häufiger dazu kommt, auf eine andere Art uns Weise die Fische zu füttern, schwingen wir uns ins kühle Nass uns sorgen so für eine witzige Auszeit..















Eine zuvor gekaufte "Dosennuss" versorgt uns nebenher mit einer Erfrischung für das Körperinnere und ein freundliches Gespräch, mit der zuvor so nervigen Masseuse, bringt ein paar nette Neuigkeiten zum Vorschein.



Wir fühlen uns entspannter und sind bereit ein paar weitere Meter die Innenstadt zu erkunden. Die zahlreichen Fischauslagen sorgen für den nötigen "Hafentouch" und sehen mit einer ziemlich großen Auswahl leider auch viel zu verlockend aus um : NEIN zu sagen.

Wir lassen uns also von meinem Futterwahn leiten uns begehen den Fehler ein örtliches Restaurant aufzusuchen. Außer einem 1000Baht leichterem Portomonaie und einem halbgefülltem Magen, haben wir jedoch dabei nichts gewonnen..

Leider zu Schade das wir erst auf den darauf folgenden , 4km Spaziergang, einen typischen Markt finden, auf welchem es typische und sicher verdammt tolle Leckereien gäbe.
Doch auch hier kennt die Anzüglichkeit einen Namen : SEIFE
Ab jetzt ist die Stadt unter dem Slogan :

"Sie kennen den Ballermann 6 ? Sie wollen eine 24h Beschallung von Musik, Licht und fragwürdigen Angeboten? Und sie suchen einen Ort , an dem selbst die Seife anzüglich ist ? Dann reisen die nach Patong Beach !!!"

abgelegt und wir dort auch für immer verbucht sein.


Es zieht uns zu etwas Bekannten, etwas Ruhigem, ein Ort des Friedens möchte man sagen... Und es hallt uns im Kopf eine Adresse umher.
Wir besuchen also einen Ort der Entspannung, ohne das uns dabei jemand den Rücken massieren möchte..ab in die " Rasta Baby Bar" !!

Und nach einer Runde Pool mit alten Bekannten, kann der neue Tag kommen...