Sonntag, 21. Oktober 2018

Von der Hauptstadt des Landes , in die Hauptstadt der Kirchen


Managua präsentierte sich uns gestern mehr negativ, denn positiv.
Die mehrfach gesicherten Privatgründe und das eher zurückhaltende Straßenleben zeugen von alten und neuen Problemen der Stadt und lassen lediglich einen Hauch "Idylle" zu .

Wir nehmen einen " direkten Passierschein" gen Hostel in Kauf und lassen uns direkt vor der Tür der Unterkunft absetzen.
Selbst diese öffnet nur auf mehrfaches Klopfen und ist mit 2 Lagen Stacheldraht verbarrikadiert.

Im Hostel begrüßt uns einen gähnende Leere, man bekommt zu spüren, dass dies wohl nicht der interessanteste Stadtteil ist.
Entgegen den minimalen Aktivitäten 2 japanischer Mitbewohner, bewegen wir uns gen Stadt ..natürlich auf der Suche nach Abendessen.


Nachdem wir, den verneinenden Handbewegungen der Anwohnern zur Folge, deutlich den falschen Weg einschlagen wollten..lassen wir uns in einer " Comedor" nieder und verspeisen heutige Abendmahlzeit.

Der Abend ist kurz und wir nehmen die Beinen in die Hand gen Hostel.
Hier haben sich nun etwas mehr "Bewohner" eingefunden und konsumieren gemeinschaftlich den etwas süßlich duftenden Tabak. (:

Wir verneinen dieses Beisammensein und ziehen uns ins Zimmer zurück..

3Uhr am Morgen:
Die Augen öffnen sich, dank der Zeitumstellung, von selbst, weshalb wir die geplante "Aufstehzeit" von 5Uhr ohne Probleme einhalten können.



Wir machen uns auf den Weg in die "Stadt der Kirchen" :

Leon

Auch wenn unser christlich unterlegter Entdeckerwille geweckt ist : Es geht nichts über ein leckeres Frühstück..

Eiscafe, Papayasaft und Sandwich präsentieren uns samt leichtem Sprachkurs vom Kellner auf dem Silbertablett..

Nach dieser, auch optischen Stärkung, lässt sich die Erkundungstour starten...
Gotteshäuser in allen Farben und Formen treffen unseren Geschmack.



Ein kurzer Ausflug gen Markt verbleibt uns noch, bevor wir den örtlichen Busbahnhof aufsuchen und mittels "Chickenbus" nach Esteli reisen..

Samstag, 20. Oktober 2018

Ruhrpottfüße und Seniorentreff


Augen und Ohren nach vorn..oben..unten..außen...innen...


Spät, aber ohne Probleme erreichen wir unser One - Night - Stay in Atlanta..
Es war, bis hier, ein leichter Weg. Wir hoffen es bleibt so ..

Auf der Suchen nach " Neuem" sind unsere Augen stets in alle Himmelsrichtungen gerichtet und erblicken, wer hätte das gedacht, in ganzen 9h Flug geeignete Beobachtungsobjekte.


Leider ist der Mensch auf das Erfassen von multiplen Sinneseindrücken geprägt, weshalb mir der Käsegeruch meines Sitznachbarn recht bald in die Nase steigt.
Es bleibt nicht lang beim braven, kollegialen Anschweigen..wobei mir ein doch nicht ganz so "nativer" Sprachstil auffällt.
So wie man es also will, sitzt zu meiner rechten Seite ein "Wahl - Ami" aus dem Ruhrpott, welcher sich geschwätzig ans Werk macht mir einen kurzen Abriss seiner Lebensgeschichte mitzuteilen..

Zu meiner linken reihen sich 4 betagte 70jährige auf Gruppenausflug von Amsterdam nach Atlanta.
Während ein Teil der Gruppe sofort beschließt die verbleibende Flugzeit für eine "Schläfchen" zu nutzen, denkt der andere Teil nicht entfernt daran.

Munter wird ein Wein nach dem anderen bestellt und ohne großen Zeitverlust die Boardbar leer gezecht..
Die schon bald verzögerte Wahrnehmung der weiblichen "Granny - Gang" , führt schlussendlich zum "Beinaheverlust" einer Zahnprothese des nebenan sitzendes männlichen Metusalem..
Ein herzhafter "Schlürflaut" verhindert in letzter Sekunde das Schlimmste.. für mich und meinen Lachanfall war es jedoch zu spät.

Doch nun ab in Bett.. falls wir es je erreichen..




Freitag, 19. Oktober 2018

Wir sind bereit : Reisezeit


In großer Vorfreude und Begeisterung halten wir uns bereit für bunte Eindrücke aus Lateinamerika...

IMG 8736

Tolle Erfahrungen aus Kultur und Landschaft, Phänomene aus alten Tagen und unberührte Fotokulissen locken uns erstmals nach Mittelamerika.
Um die Daheimgebliebenen auch diesmal wieder auf dem Laufenden zu halten und den ein oder anderen
„ Fernwehnerv“ zu kitzeln.. unterrichten wir euch, engmaschig als möglich, über unsere Erlebnisse.
2Personen / 2 Rucksäcke und ne Menge Fotokram im Gepäck starten wir gen USA.

Mittwoch, 23. August 2017

Landratten zur See


Die Truppe ist bereit einen letzten großen Ausflug zu wagen.
Völlig verfrüht schrecken wir vom Frühstückstisch hoch, da unser Abholservice ca. 30 min zu früh vor Ort ist.
Aus der Not wird kurzerhand eine Tugend gemacht und nachdem notdürftig die Reste vom Frühstück im "Kühli" verstaut wurden, kann es los gehen.

Es lockt uns die Insel "Menjangan" zum schnorcheln und tauchen. 
Bestens vorbereitet, mit einem "Fressalienbeutel" der ersten Klasse, werden die restlichen Meter zwischen der Tauschbasis und unserer königlichen Kurzzeitstationierung überwunden.

Unsere Begleitung heute ist  deutlich aus unterschiedlichen Hölzern geschnitzt.
Während es der eine vorzieht mit Kopfhörern in den Ohren gen Westen zu fahren, bevorzugt der andere eher ausgiebige Gespräche mit seinen Mitfahrern.
Im krassen Kontrast dazu steht der Älteste am Boot, welcher jede Sekunde des Stillstandes mit einem Schläfchen vorüberziehen lässt ...


Während uns der betagte Herr, mit seinem ebenso in die Jahre gekommen  Kutter Richtung erstem Ankerplatz fährt, kann man schon den nächsten zu bezwingenden Berg in Augenschein nehmen.

Das Wasser ist klar und die Sonne lässt das Meer fast "karibisch" leuchten. Eine Verlockung auch das Treiben unter der Wasseroberfläche zu erkunden. 
Dank der rosa Pillen, welche wir zuvor vom Tauchlehrer gegen Seekrankheit erhalten haben, ist es auch uns Landratten möglich sofort einsatzbereit zu sein.



Während die meisten von uns mit Lichtschutzfaktor 50+30 und einem weißen Shirt bekleidet in die Fluten springen, mobilisieren wir unsere Gliedmaßen und versteckten "Pölsterchen" in einen 3mm dicken Neoprenanzug.
In diesem tollen Fleischkostüm kann man direkt froh sein, das Fische vermutlich nicht allzu viel sehen können und die Mahlzeiten in den letzten Tagen auch figurumschmeichelnd ausgefallen sind.


Unter Wasser zeigt sich ein aktives Treiben um die zahlreich vorhandenen Fächerkorallen und Riffkanten.. Das der Sonnenschutz an Deck bereits seine Wirksamkeit verliert merken wir unter Wasser nicht.
Und weil Zeit unter Wasser eine andere Dimension annimmt , vergehen die 2h Tauchgänge wie im Flug..
Den kurzen Blick auf einen jagenden Hai konnten wir leider auf keinem Filmmaterial festhalten, dafür aber Lebewesen, welche sich weniger schnell fortbewegen..
Aber auch jede Menge farbenfrohe Fische waren zum "Fotoshooting" bereit .


Von nun an sind unsere Stunden auf der Insel gezählt.
Die letzten 24h verbleiben um die Körperbräune zu maximieren und die Bikinis und Badehosen ein letztes Mal in der Sonne trocknen zu lassen..







Dienstag, 22. August 2017

Uno Kämpfe am 90erJahre - Tisch


Erstmalig im Urlaub werde ich ohne Wecker munter.
Während sich mein Liebster stark bemüht die Oberlider von den Unterlidern zu trennen, widme ich mich bereits der Urlaubslektüre.

Die Gischt prallt lautstark an die Kaimauer unserer Villa, als wir uns zum allmorgendlichen Frühstück unter dem Pavillon treffen.
Die Sonne hat Kraft und diese muss natürlich schnellstmöglich in "Ganzkörperbräune" umgesetzt werden.
Also ab auf die Liege in Poolnähe und mit Hilfe des 20min Handytimers von beiden Seiten knusprig anbraten.

Gegen Mittag reicht es fürs Erste und es muss Beschäftigung her.
Während der Großteil der Truppe weiterhin mit Garprozessen des menschlichen Organismus beschäftigt ist, beginnen 3 von uns die Flucht nach vorn.

Die Fahrt verläuft ins Grüne. Wir entdecken nach jeder weiteren Kurve immer neue Ecken und Straßen, welche Tage zuvor scheinbar verborgen blieben...








Als das Navi angibt : " Sie haben Ihr Ziel erreicht " , stehen wir vor den Grünen Toren des Dschungels.
Es geht Großteils bergab. Immer weiter hinab in ein Gewächshaus voller Lianen, Früchten an den Bäumen und Blättern von denen das Wasser tropft...

Mit Abstand belegen die Sekumpul Wasserfälle den Platz 1 der Wasserfälle auf Bali.
Jeder zuvor kann einpacken...












Auch der Rückweg kann sich sehen lassen...





Der Abend klingt in Ruhe aus

Ein knackige Runde Uno:
- mit eiskaltem Battle zwischen Männern
- Zahn um Zahn Partie unter Paaren
- Auge um Auge - Kämpfe unter Freunden

Ein Gemeinschaft, welche gekrönt wird durch eine "Mitsingrunde" bekannter 90er Jahre Hits..
Bis jetzt kannten uns die Nachbarn noch nicht, aber sie werden uns kennenlernen (:




Montag, 21. August 2017

Überwindung und zwangsbeglückte Reiter


Frei nach dem Urlaubsmantra : " Es muss scheppern !! " fliegt gegen 7Uhr die Tür aus dem Schloss.
Anders als erwartet hält die Türangel dem Angriff, von 6 lauthals " Happy Birthday" singenden Gratulanten, stand.

Es reißt es mich wie aus dem Nichts aus dem Tiefschlaf.
Ich bin im "fast standup" durchaus geübt , aber auch ich bin zeitweise unvorbereitet.
Die Frisur ähnelt in diesem Moment dem Fellkleid eines walisischem Schwarznasenschafes und die Augenringe trennt lediglich ein Zentimeter vom Fußboden, aber es gibt nichts schöneres als von den Liebsten geweckt zu werden.

Mein Geburtstag beginnt also und nachdem ich feste Umarmungen kassiert und die Zahnbürste benutzt habe, kann mein Überraschungstag beginnen.

Das Villawohnzimmer wurde mit meterweise Paketschleifen und Luftballons zum Partyfestsaal umgestaltet, wobei ich nur Augen für EINEN Ballon habe.
Ein knallpinker Prinzessinenballon flattert über meinem Sitzplatz.
Von der Faszination "pink" in den Bann gezogen, merke ich jedoch nicht welches Highlight noch auf mich wartet.
Ich bekomme ein minderauffälliges Glitzerkrönchen überreicht, welches von nun an mein Haupt zieren soll.

Gut das ich im Leben NIE auf glitzernde Haaraccessoires verzichten würde..
Zusätzlich muss der Augenbrauenrasierer, welcher als provisorisches Schneidwerkzeug fungiert nochmal ran, denn auch der quietschige Ballon gehört ab jetzt zu meinem ständigen Begleiter ..



Vor dem Haus parkt der "Driver" von Tag 1.
Er ist gekommen um mich und mein "illustres Gefolge" zu chauffieren.

Die Karawane wird also an den Strand gebracht um dort noch etwas närrisch der Sonne zu frönen.
Eine tolle Gelegenheit die munteren Surfer zu beobachten, welche mehr oder weniger gekonnt die Wellen reiten.

Doch der Prinzessin gelüstet es ebenfalls nach Abkühlung im regionalen Salzgewässer.
Leichtfüßig wie eh uns je gleitet sie gen feuchtem Nass und stürzt sich mutig in die Fluten.
Ein leichtsinniges Spiel, wie sich bald herausstellte...
Eine unverfrorene Welle packt die (heutige) "Blaublütigkeit" und reißt sie im Schleudergang mit sich..
Orientierungslos wie in der Wäschemangel gleitet sie letztendlich Richtung Strand um sich dort aus den Wellen empor zu tun.

Respektlos wurde die "Gekrönte" voller Sand und mit neuen Schürfwunden an den Beinen von der Welle abgesetzt und unbemerkt ihres Oberkleides beraubt..
Der Hofnarr musste zur Hilfe eilen, um der Misere schnellstmöglich ein Ende zu bereiten..doch dem Gekicher der Untertanen am Strand konnte kein Ende gesetzt werden ..

Nach dieser Blamage höchsten Grades war es vonnöten die Ortschaft zu wechseln.
Der Driver steht glücklicherweise zu jeder Zeit bereit und auch das Gefolge war einverstanden von dannen zu ziehen..

Die letzten Wochen wurden, allem Anschein nach, damit verbracht sich Maßnahmen zu überlegen, welche die Obrigkeit milde stimmen. Es war geschickt eingefädelt, was nun folgen sollte.
Die Karawane zieht in Richtung Stallung, um dort eine attraktive Methode der Fortbewegung bereitzustellen.
Es überraschte mich, das die Stallung sämtliche Reiter, Führer und Huftiere zur Verfügung stellte, um auch alle Personen des Hofstaates zu mobilisieren.

Hochachtungsvoll möchte ich an dieser Stelle anmerken, welche außerordentliche Wertschätzung meinerseits, den zwangsbeglückten Reitern unter uns zu teil wird.
In dieser Stunde wurde auch der angsterfüllteste Knecht und der mürrischste Henker zum Soldaten in vorderster Front.




Das, das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt, ist nicht für jeden von uns vorstellbar gewesen, doch für MICH war es eine der tollsten Überraschungen an diesem Tag.

Übertrumpfen kann euch und dieses Geschenk auch kaum der tolle Sonnenuntergang am " Pura tanah lot"


Das Fazit der Hoheit lautet für den Tag:

Ich muss nicht unbedingt ans Meer. Mit EUCH kann ich auf einen Eimer Wasser blicken und fühle mich wie im Urlaub.
DENN ihr seid die Menschen, warum ich tausend Gründe zum lachen habe.

Linda


Sonntag, 20. August 2017

Schwefel und Sonne für die "Bikergang"



Die gestrige Nacht war fast so finster wie das Meer.
Doch genauso wie der Himmel über unserem Pavillion von Lichter durchbrochen war, war es auch der abendliche Horizont.

Der "Tatort" vom Ersten wurde ohne Abstriche durch eine Wasserrazzia der balinesischen Polizei ersetzt.
Mit dem passenden Getränk und einen Kartenspiel konnten wir so genüßlich den Abend verbringen.



Und wir waren nicht die Einzigen : Der Strandabschnitt hinter der Kaimauer war "Partyhotspot" der einheimischen Teenies , welche einigen von uns den Nachtschlaf raubten.
Das Meer war aufgewühlt vor munteren "Nachtschnorchlern" welche mit Bauleuchten auf der Stirn vermutlich nach Krebsen suchten.
Doch auch das beste Abendprogramm muss ein Ende nehmen, denn die nächsten Ziele stehen an.


Die etwa 1h entfernten heißen Quellen sind für heute unser erstes Ziel.
Es reicht uns nicht, das einigen von uns, der Schweiß von der Stirn verdunstet, NEIN wir mögen temperiertes Warmwasser auf unserer Haut.








Als schwefelhaltig und heilend werden die beschriebenen "Holy Springs" beschrieben und dies kommt nach den ersten Sonnenbränden, Schürfwunden und auch alltäglich bestehenden Beschwerden keine Minute zu spät.

Das der Weg zu den Quellen von Touristenbussen und lästigen Händlern gesäumt ist, trübt die Stimmung zuerst.
Diese Unbequemlichkeit ist zwar zu einem Teil mit unserer, doch recht späten, Ankunft begründbar, fällt am Ende jedoch kaum ins Gewicht.
Die Quellanlage ist groß und überwiegend schattig, dies lindert, zusammen mit einer wohlproportionierte Verteilung der Besucher den ersten Schreck.



Weiter geht es zum Lovina - Beach.
Hier gibt es eine passende Ladung Sonne für die Haut und Fischer für die Augen.








Der ein oder andere Fang landete kurz darauf auf einem Teller.

Neben Thunfischsteak und Gemüsecurry gab es noch zahlreiche andere Gerichte, welche sich gut für einen Mittagsnack eigneten.



Doch ein Urlaub ist nichts ohne eine Abstecher in eine Bar mit dem passenden Ambiente.
Der Weg war nicht lang, doch der Abschied fiel uns schwer.
Wer kann sich schon von einer "Bierpongbar" und tolle Cocktail verabschieden??










Mit diesen und noch viel mehr Bildern im Kopf brechen wir Richtung Heimatort auf.