Freitag, 4. November 2016

Fotoscheue Haribovögel und "Earthquake Jenga"


Frei nach dem Motto : Wir müssen die Insel kennenlernen ! , starten wir in Tag 4 in Thailand.
Von unserem Barkeeper des Vertrauens leihen wir uns ein Moped für 150Baht / Tag und starten in ein ungewollt schwieriges Dschungelunterfangen.

Beunruhigt von neuartigen Lauten aus dem Urwald suchen wir nach der Quelle der fremdartigen Geräusche. Wir sind uns zuerst uneinig ob hier Geckos ihren Namen husten oder doch Vögel ihre Rufe durch den Wald keuchen, einigen uns dann doch nach vermehrten Blätterfall von oben : es müsse Flattermänner sein.
Wir wussten zwar das auf der Insel einige seltene Vögel nisten, suchen aber im Glauben an den typischen "Gummibär-Vogel" nach bunten Schnäbeln im Baum..
Wir begeben uns also im Schleichgang und nach Abstellen unseres mobilen Untersatzes auf ornithologisch Suche nach dem heißbegehrten Fotoobjekt und werden ...hier...mitten im Dschungel nicht fündig...


Wie es der Zufall jedoch will finden wir weder die gesuchte Bar ( wir landen statt dessen lieber auf einer Nussplantage) noch lässt es die Tankanzeige zu weitere Flächen "abzugrasen".
Wir kehren also in die "Zivilisation" der Inselcity zurück und besuchen den nächstgelegenen Tankomaten. Ein technische Höchstleistung aus Musicbox mit Fahrstuhl Mukke und mechatronischer Thaiansage überzeugen uns zu 100% fast 100Baht in das Gerät hinein zu schieben und dann mehrere Liter Sprit aus dem Rüssel zu schütteln..

Ab dann klappt es auch mit der Fotografie. Allerdings entstehen die tollen Bilder in einem  abgelegenen Hotelgrundstück mit gottverlassenem Strand. Leider ist es hier wirklich mehr einsam und zerfallen , als eine boomende Partylocation..



Kokosnüsse bahnen sich ihren Weg..




Bis auf ein paar einsame " Mr. Krabs" ist hier niemand unterwegs..
Wir stärken uns nach einer kurzen Weiterfahrt mit einem feurigen Frühstück und sind danach mehr als " gut gesättigt".. zudem der Regen uns mehr als nur einmal am Tag einen Strich durch die Rechnung macht. Gut das in der Motorradkiste ein Regenmantel, samt Schimmelüberzug und Spinnenbewohner vorhanden ist..muss im Preis wohl inklusive sein.


Der Regenschutz hält die Nässe zuverlässig von der Kamera fern und dank "Offroad" Fahrkenntnisse meines " you must be a star" Freundes , finden wir sogar die inselbekannte "Hippie Bar"..Wenn man bedenkt, dass diese Bar komplett aus Schwemmholz und Strandgut besteht, können wir hier nur den Hut ziehen !!!!






Und als wir so davor stehen, wissen wir genau..ES gibt mindestens eine Person in unserem Freundeskreis , die auch ein Haus am Strand bauen möchte...

Es wird Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Die Kleider sind durchnässt und die Füße wund. Weit und breit keine Sonne zu sehen und auch ein kleiner Snack würden nun wieder ein Platz in der Magengrube finden... gut das sich da was finden lässt.


Und als ob jemand die "Tuti Fruti Tüte" geöffnet hätte, fliegen uns ein paar gesuchte Ganoven vor die Linse. Wie drapiert sitzen sie auf einem Ast und krächzen ihr Lied. Nun fällt es auch uns auf..keine bunten Schnäbel. Es sind Nashornraben..



Wir fühlen uns glücklich...jetzt sehen wir sie auch und hören sie nicht nur. Fröhlich schaben sie ihre Schnäbel an den Stämmen und gackern munter vor sich hin..witzig..

Da die Vögel ihr Schönheitsprogramm verfolgen , meine auch wir noch etwas Pflege abgreifen zu müssen. Wir halten also am Massagesalon.. traditionelle Thaimassage ?!..unbedingt...

Mit weniger " Kling Klang" Windspiel , dafür aber mit Fledermaus und Moskitos wird man hier für ca. 10Euro von Kopf bis Fuß durchgeknetet. Dabei lässt die "Strong Lady" auch keine Centimer aus und holt alles aus den kleinen Däumchen..top. Leider zu spät für eine "zweite" Einheit..die folgt dann morgen.
Alternativ für Kneten am Rücken , bekommt Marcel ein kräftiges Kneten im Kopf. 
Ein Absacker in der " Hippie Jack Bar" nebenan sollte nicht fehlen und dabei wird man mit Knobelspielen und kräftigen Drinks ordentlich in Schwung gebracht..
Die Auswahl der Getränke ist auch recht simpel, denn die Aussage lautet : " I have beer or rum !"..

Wir wählen den Rum und bekommen zusätzlich mehrere Runden "Jenga" und ne Gratiswolke Weed...
Wie der selbsternannte Pirat Jack zu sagen pflegt : " Today is my day. Every day I loose, but today you are the looser..!"



 Ständige Beobachter neben 20 " Bob Marley" Abbilder an der Wand... : Mini Fischis im Krug

Einfach Klasse..










Donnerstag, 3. November 2016

Welcome to Sandblobber Island

Von der Ruhe und dem einfach elegant, gelangweiltem Verhalten der Inselbewohner angesteckt, lassen wir Tag 3 in Thailand ruhig beginnen...

..und nicht nur wir verfolgen den Plan..
Das unverglaste Häuschen in dem wir derzeit wohnen hat uns eine angenehm, kühle Nacht mit Grillenzirpen und Meeresrauschen beschert. Dank eines kurzerhand am Ventilator angebrachten Moskitonetz lässt es sich sogar ohne jegliches Summen schlafen, wobei die nächtliche Sturzgefahr deutlich steigt.


Wir empfinden ein ausgiebiges Bad in der Sonne und eine anschließenden Abkühlung im Meer , sowie ein warmes "Reissüppchen" zum Frühstück als absolut erstrebenswerten Beginn des Tages und setzen daher unseren Plan bald in die Tat um..
Die Seele baumeln lassen ist hier wirklich leicht gemacht..zumal dabei keiner Weit und Breit zu sehen ist.



Doch ganz so ohne Bewegung geht es dann doch nicht und wir nehmen uns zur Mittagszeit lieber etwas zurück. Die Wangen und Schultern werden ohnehin schnell rot und schließlich muss so langsam eine echte Thai-Massage her.
Also ab in den Busch und Richtung Pier gelaufen, dabei kleine Pläuschen mit den Bar Besitzern abhalten und verzweifelt literweise Wasser in sich hinein schütten.. Man merkt schnell, dass hier nicht nur "relaxing" leicht gemacht ist, sondern auch schwitzen..Nach ca.50% der Strecken, haben wir zwar ne Menge gesehen, sind aber auch schon wieder strandreif. (:


Auf dem Weg zurück Richtung Heimatbucht fällt auf das noch ein paar Häuschen zum "Verkauf" stehen..Interesse ?
















Eine leckere Erfrischung und ein Curry bei dem "einem die Hutschnur brennt" darf natürlich nicht übergangen werden und schon geht es wieder :
Ab in die Wellen.



Doch scheinbar liegen nicht alle faul herum und lassen sich gewollt den Pelz verbrutzeln.. Man kann beobachten das nicht nur unser Barmann / Koch versucht schon seit dem Morgen seine Arbeit zu beenden -> wir reden hier vom Aufschütten einer Strandterrasse - bestehend aus Sandsäcken und Sand - und mal abgesehen davon das der Mann optisch an eine in Nutella getauchte Barbiepuppe erinnert, scheint er zudem keinen Tropfen schweiß dabei zu vergießen. Also entweder macht er das öfter oder ist harte Arbeit in der prallen Sonne einfach gewohnt ..mit ein paar Cocktails zwischendurch kann man das mal machen. Doch nun zurück zu den echten Schwerstarbeitern..und nein ich rede nicht von blonden Surfboys die, die Tauchschule betreuen oder den Cashewnuss knabbernden Rastatypen am Straßenrand..die Rede ist von mindesten 1Mio. Saukrabben pro m2,  welche kunstvolle Bauten um ihr Heimatloch buddeln..Die so genannten "Sandblubbler" schlecken die Sandkörner ab, rollen sie zu Kugeln und schieben sie dann in Mustern um ihren "Baueingang" . Es ist halt nach wie vor der beste Zeitvertreib ANDEREN bei der Arbeit zu zusehen..

Damit der Tag auch schön ausklingt genießen wir nun noch die " Cocktail Happy Hour" bei Sonnenuntergang und musikalischer Begleitung vom " IA - Vogel" und dem lauthals schreiendem " Gacker Gecko"..





Mittwoch, 2. November 2016

Easy life ..but no easy dive 

Tag 2 in Thailand : Auch heute sind wir wieder zeitig unter den „Lebendigen“ und erheben uns um 2.50Uhr aus den Federn. Die gestern erfolgreich absolvierten 40.000Schritte und mindestens 40km zurückgelegte Gesamtwegstrecke stecken noch in den Knochen ( und zwar vor allem in den Füßen) aber das Meer ruft .. !!..daher ist keine Zeit zum Faulenzen.. Im Kühlschrank liegen die gestern sorgfältig eingekauften Fruchtsäfte, sowie ein kleiner Obst und Zimtschneckensnack für den „morgens halb 10 in Deutschland“ Start. Doch zum Frühstücken ist nun keine Zeit mehr, denn der Taxifahrer steht schon vor der Tür. Deshalb wird der zuerst mehrfach geschmolzene und später mehrfach gekühlte  „Toblerone - Riegel „  zum Morgenkaffee und sorgt für den ersten Energieschub.. Mit rasanten 120km/ h bewegen wir uns also Richtung Flughafen und sind nach Web Check in und einer unkomplizierten Gepäckaufgabe .. startklar zum Strandurlauben.  Zwischen einem dauergewelltem Thailänder und einer mopsfidelen Thai-Damenreisegruppe kommt wie gewohnt in Asien keinerlei Stress auf und die Reise wird zum Erlebnis .. Die Nok Nok Propellermaschine ist nach einer ziemlich verspäteten Boardingzeit , welche in einem auf kühlfach-temperierten Wartesaal verbracht werden muss , zum Abheben bereit und überzeugt an Board mit einem ausgeklügeltem Sicherheitsplan und Algen-Reis-Crackern..
Der Sicherheitshinweis ist im Comicstil verfasst und an Bord kann man von Kuscheltieren bis zu Eulenschlafmasken so ziemlich jeden unnützen Krimi-Krams kaufen.. Nix für uns, aber eins haben wir verstanden : es gibt für allen Abnehmer . Die Landschaft wird mit verstreichender Flugzeit deutlich tropischer und in den glückseligen Momenten in denen das Flugzeug nicht auf -> Eisfach <- auch="" class="separator" div="" erahnen.="" es="" gen="" gut="" ja="" kann="" m="" man="" so..="" steigende="" style="clear: both; text-align: center;" temperaturen="" temperiert="" warm.="" wir="" wird="">
Da es am Flughafen vor Ort jedoch nichts Besonderes zu sehen ist, steigen wir ohne Umschweife in das nächsten Taxi nach Ranong. Hier am Pier nach Koh Phayam angekommen, gilt es noch ca. 2h bis zum Ablegen der Fähre zu überwinden. Das sich das nach einem tropischen Regenschauer und nun fast 35Grad, sowie mit ca.40kg Gepäck auf den Schultern als schwer gestallten könnte, fällt uns erst nach ca. 2km Wegstrecke auf. Bis zum erreichen eines kleinen Kiosk ( Gott sei Dank es gibt WASSER) kann aber auch hier nichts aufregendes erkundet werden ..Voraussetzung ist jedenfalls das man ne Menge Hunde, Miniküken und tote Gockel am Straßenrand nicht als Besonders angesehen werden..  Gut dann zurück zum Anleger , schnell ein Schläfchen abhalten und dann ab zu ner lustigen Überfahrt nach Koh Phayam..
"Land in Sicht"
An Deck eines kleinen Frachters sind wird zusammen mit Säcken voller Reis und ner Menge Eiern, sowie unzähliger Säcke voller Kochzutaten gut aufgehoben und haben Zeit ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Für die anderen Personen an Bord heißt es jedoch entweder Netze knüpfen oder Fracht überwachen..von wegen es ist egal wenn in Asien ein Sack Reis umfällt..nicht wenn es dabei um 100Eier geht.. Nach 2h Überfahrt werden wir am Pier entladen und hofften eigentlich direkt nach der Hafenbrücke ein Moped zu mieten. In Anbetracht der Straßenverhältnisse , Sandalen an den Füßen und der Menge Gepäck, nehmen wir jedoch lieber ein Moped-Taxi in Anspruch. Hier gelten scheinbar folgende Devisen: 1. Führerschein -> Wurst 2. Helm -> für was? 3. Geht nicht ? -> dann nahm ich den Rucksack auf den Lenker und pfeif auf die Federung Gut erkennbar welche Devise hier gelebt wird : easy going and when not going then sleeping ! Bis jetzt hält sich der mehr als entspannte und sicher zu 100% pflanzliche „ Way of Life“  sehr present..
Holzschaukeln am Strand, Holzhütten aus Treibgut als Bar, Check in gibts nich..such dir n Haus aus..auf gehts in den Urlaub. Wenige Touristen und eine etwas ..verrückte Art zu Leben überzeugen hier auf ganzer Linie. Also ab ins Meer und Baden..leider nur baden. Da die Strömung und der heftige Wechsel der Gezeiten in Sachen „tauchen“ eine tragende Rolle spielen, müssen wir die nächsten 6 Tage wohl über Wasser verbringen, denn vor dem 20.November fährt hier kein Tauchboot irgendwo hin. Essen gibt es dafür aber genügend und zudem frisch aus dem Meer..daher lassen wir es uns jetzt schmecken und lauschen dann den Grillen...