Freitag, 18. August 2017

Gummiabrieb an der linken Hand und Abgase auf der Haut


Punkt 7Uhr ist Frühstückszeit.
Wir sind pünktlich, wenn auch mehr oder minder schläfrig.

Nach 2 Stunden verzweifeltem Schlüsselsuchens im Haus, bekommen wir 8 dann doch tatsächlich mit, das alle 7 gesuchten Objekte bereits auf 16 Hände aufgeteilt wurden.

Ab dieser Minute verlassen wir mit knatternden Öfen unter dem Hintern den Hof Richtung Langstreckenziel.

Eine 4-Etappentour Richtung Inselmitte verspricht uns, unter anderem, Erdbeeren und Kultur auf überirdischer Ebene.
Da etwas Filmmaterial mit Wasserhintergrund die letzten 24h verloren gegangen sind, ist dies das erste Ziel der 120km „Schlangenstraße“






Weiter geht es zu 2 Seen.
Der erste kann kaum überzeugen. 

Neben Affen im Baum sind leider auch ziemlich viele „Primaten“ aus mehreren Reisebussen beobachtbar.
Seit Tagen vermeiden wir den Kontakt mit australisch / europäischen Mitmenschen, was auch nun der Grund für eine zügige Weiterfahrt ist.



Ständige Begleiter am heutigen Tag sind permanent Nebel - und Regenwolken. 
Mit 24°C, abzüglich dem Fahrtwinde,sinken die Temperaturen auf der Haut unter einen Rekordwert -> seit Tagen nicht mehr so gefroren.






Es soll was heißen, wenn selbst der alpenheimische Terminator einen Pullover am muslimischen Markt kauft und anschließend nochmals vermehrt am Gashahn zieht.
Ein Teil der Gruppe beschließt die Heimfahrt anzutreten und spaltet sich gen Heimat auf.



Die Gruppe aus 4 Männern und einer ( nach der Wanderung zum Hulk mutierten ) Lady formiert sich neu und führt den Weg zu den Reisterassen weiter .
Jeder gefahrene Kilometer war die Investition wert.

Mit scheingebräunter Haut,  welche auch nach 4 Wattetupfern und einer heißen Dusche, weiterhin Rußflecken auf dem Handtuch hinterlässt sitzen wir nun am Pool.
Die rechte Hand wund gescheuert vom ziehen des Antriebshebels und kleineren Sturzverletzungen an den untren Ausläufern, ist nun mehr als die Hälfte des Urlaubes um.




Es kann weiter gehen. Wir sind bereit und hoffen es läuft flüssiger als das rote Motorrad am Berghang.

Im Gegensatz zu diesem, geht uns jedoch nie der Sprit aus -> und zwar in jeder Hinsicht.






Donnerstag, 17. August 2017

Bodymassage , Blessuren und Buddhistentempel


Liebhaber der guten Inselerholung stehen auf Verwöhnprogramme der ersten Güte.
Daher bestellten wir uns für heute 2 flinke" Massagebienen" vom örtlichen Spatempel, welche mit klappbarer Liegefläche unseren Garten umgestalteten.
Bei einem Preis von umgerechnet 10Euro, ist eine Ganzkörpermassage für 6 Personen durchaus im Budget vertretbar.
Mit der Sonne im Nacken und Kokosöl auf der Haut, kann man sich auch auf direktem Weg, in die meditative Umlaufbahn beamen und den ein oder anderen Muskelkater auf dem Weg dorthin verlieren.



Schwieriger gestaltet sich allerdings die Fortbewegung auf der Insel.
Da auch auf Bali bisher kein cleverer Einheimischer eine Beamkapsel entwickelt hat, entschließen wir uns am Nachmittag mit herkömmlichen Fortbewegungsmethoden das Inselinnere zu erkunden.



Es bietet sich der, nicht allzu weit entfernte, Wasserfall an. 
Dieser wird als der „wahrscheinlich größte“ Wasserfall der Insel tituliert und scheint daher ausgezeichnet in unsere hervorragende Tagesgestaltung zu passen.

Die Wasserläufe auf dem Weg dorthin, lassen jedoch eher eine „Mikroversion“ von Wasserlauf vermuten, weshalb wir schon am Eingangsportal Diskussionen mit dem Ticketverkäufer beginnen.









Dieser und auch seine Freunde im „Entrancehäuschen“ schmunzeln verdächtig auf die Frage, ob denn überhaupt Wasser zu sehen ist oder ob wir am Meer besser bedient wären.
Wir zahlen trotzdem den Eintrittspreis im Vollen / für 8Personen und besuchen nach einem kurzem Wanderweg, den in einem Eck eingepferchten Wasserlauf.
Er lädt, einige von uns, durchaus zu einer kühlen Erfrischung ein und fällt -> dem Himmel sei Dank <- auch nicht SO klein aus, das wir ihn mit bloßem Auge erkennen können.






Wir würden an dieser Stelle gern ein paar, feucht - fröhliche, Plantschbilder von wilden Gewässerliebhabern zeigen, jedoch hat sich ein paar Stunden danach eine unserer Festplatten ins Jenseits verabschiedet.
Standardmäßig und weil der Teufel natürlich nie schläft, wurden fein säuberlich die Bilder vom eigentlichen Aufnahmegerät zuvor gelöscht, warum nun alle Fakten und Bild und Ton verloren sind.




















Für diesen Tag ist damit das Maß des schlechten Geschmackes definitiv erfüllt, woran auch das tolle Abendessen vom Markt nichts mehr ändern kann. Das Licht geht an diesem Tag zeitig aus, denn die Hähne des Nachbarn krähen morgen ab 6 Uhr .
















Mittwoch, 16. August 2017

Beat the Beast



Es fehlt uns ein gesamter Tag in der fortlaufenden Dokumentation, aber dieser Tag ist im Vergleich zum HEUTIGEN auch völlig außer Acht zu lassen.

Bis auf dieses "Reismobil" was auch gern als Bus genutzt wird


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Es steht seit Wochen fest.
Wir sind motiviert und gewillt das heilige Biest Balis , den Mount Agung , zu bezwingen .
Von den Einheimischen verehrt und mit unzähligen Opfergaben gütlich gestimmt, lässt er uns schon am Fuße vor Authentizität erzittern.


Möglich das es an der noch frühen Tageszeit von 0Uhr liegt oder auch an der nun schon als kalt empfundenen Temperaturen von 24° C in der Nacht. Aber eine beeindruckende Optik ist der Silhouette in keinem Fall abzusprechen.


Unser Driver des Vertrauens fischt die Wandergruppe von 5 Leuten gegen 21Uhr am 15.8.2017 aus der Villa.
Der Magen ist voll mit Nasi Goreng und Shakes aus pinkfarbenen Drachenfrüchten, leider ist vor allem mir zu dieser Zeit noch nicht bewusst, das durch die Anfahrt von 3h , auch bald die Sitzpolster des Jeeps verfärbt werden könnten. 




Steil / abgelegen und wellenförmig trifft die Routenbeschreibung zum „balinesichem Berg der Götter“ wohl am besten.

Klar das sich, bei meinem von Haus aus empfindlichen Magen, auch bald der Inhalt dessen in gezeitenähnlichen Schwingungen nach oben bewegt.
Ich fixiere den Tunnelblick von Reisplantage zu Bambusstamm , lenke den Blick trüb zum Ende des Lichtkegels und schaffe es dadurch doch, die gesamte Gruppe von einer Zwangspause verschont zu halten.





Aufgrund der zu frühen Ankunft, welche mich spontan die Hände zum Himmel erheben lässt, ist noch genügend Zeit einen Kaffee mit 5 cm Tassenbodensatz zusammenbrauen und zu genießen.


Tourguide Kadek und sein Onkel lassen durch einen zügigen Anruf vom allzeit bereiten Nokia 3310 nicht lang auf sich warten und sind ab dann bereit für alle Schandtaten.

Der Erfolg des Tages beläuft sich auf Folgende Eckdaten :

Mount Agung : 3031 m
verschwitzte Höhenmeter 2000m
vernichtete Zeit: 8h16min

Der Gipfel präsentiert sich uns leider nur zu 4. .
Wir ließen trotz eines harten Kampfes gegen Wadenkrämpfe und Co. einen unserer Trekkingteilnehmer mit „Onkelzombie“ zurück.

Der Einheimische ließ ab Beginn der Tour nicht einen Atemzug MEHR als nötig über seine Lippen kommen und verdrückte sich auch bei der durchnässenden Durchquerung des Dschungels keine Schweißperle auf der Stirn.
Als vorletztes Glied der Gruppe kam ich schnell zu der Überzeugung das DIESER MANN ein Toter sein muss !!! Wer bei über 60% Steigung nicht einmal meh als 1Dezibel Atemgeräusche von sich gibt, kann einfach nicht mehr unter den Lebenden weilen.

Trotz der vermutlich leichenkalten Hände ( er kann einfach keine Lebewesen sein !! ) kümmerte er sich mehr als warmherzig um unserer verlorenen Freund .



Nur aufgrund seiner Bemühungen, war es uns dennoch möglich den für uns bis dato eindrucksvollsten Sonnenaufgang an der Unterkante des Himmels zu bestaunen.



Schweigend begannen wir den Weg bergab. 
Uns wurde allen bewusst , welch ein unbedeutendes Krümel , der Mensch auf der Kuchenplatte des Lebens ist.

Der Ausflug war fordernd und so manch einer in der Gruppe hoffte auf dem Rückweg, das die Geräusche des Waldes die Schimpftiraden über blaue Zehen und pulsierende Knie überdeckten.


But we beat the beast, together !!





Linda

Montag, 14. August 2017

Rise against the traffic-jam



Der Tag beginnt still.
Fern ab von allen lebensnotwendigen, akustischen Hupsignalen und videoüberwacht wie im Hochsicherheitstrakt von Alcatraz beginnen wir mit Sonnenbaden.

Die Sonne scheint uns schon von Meerseite auf die Poolliegen, als das Gartentor die Passage für 3 fleißige Hausbienen frei gibt.
Mit 3000 Umdrehungen wird die Wassermelone im Häcksler zu Mus geschlagen, um kurz darauf die Eiablagen der umgebenen Hühnerställe in die Bratpfanne zu werfen.

Die eigens für uns zubereiteten Omelette´s landen auf dem Teller und werden mit leeren Mägen sofortig verwertet.
Wir haben Zeit, anders als die ( doch sehr gewöhnungsbedürftigen ) Fleißmeisen, welche sich unserer Schmutzwäsche vom Vortag annehmen.
Wir bezweifeln bei mittlerweile 35° Außentemperatur nicht , das die Wäsche in wenigen Minuten wieder verwendbar ist, haben nun jedoch besseres zu tun..

Der erste halbe Liter Sonnencreme und einige Flaschen kühlendes Bier müssen sich gegen Mittag ihrem Schicksal ergeben.


Doch eine Gruppe ist nie ausgelastet ohne eine adäquate Aktivität.

Die neulich erlernten Faustregeln zum Fahren eines Fahrzeuges im balinesichem Straßenverkehr haben sich über Nacht fast verinnerlicht : 

1. Wer blinkt wird ignoriert, wer jedoch hupt darf fahren wie und wohin er will
2. Markierungen sind Dekoration -> können daher gänzlich außer Acht gelassen werden
3. Tempolimits sind relativ und daher für Jedermann NICHT von Interesse

Die Gruppe sattelt die 8 Mopeds, welche sich fast von allein vor unserer Haustür abgeparkt haben.
Nach kurzer Betrachtung und einigen Funden von persönlichen Gegenständen im Kofferquartier, sind wir sicher, das die gesamte Nachbarschaft eine bedingungslose Leihgabe bereitgestellt haben muss.

Fahren auf balinesischen Straßen grenzt an eine Nahtoderfahrung in der ersten Reihe.
Doch nichts hält uns davon ab die Straßenküchen bis auf das letzten Hähnchenbein auszurauben und notfalls auch mit den Fingern in scharfen Soßen herumzurühren.



Man fühlt sich willkommen wie ein Popstar auf Tournee.
Zwischen winkenden Mopednachbarn an der roten Ampel und unglaublich netten Verkäufern, die einem kurzen Plausch mit Händen und Füßen nie abgeneigt sind, weiß man nie wohin der Blick zuerst schweifen soll.


Es mögen manche Dinge gewöhnungsbedürftig aussehen,  doch kein Inhalt der fast 50 Tüten für umgerechnet 11Euro war nicht schmackhaft oder ungenießbar.
Eine geschmackliche und optische Achterbahnfahrt bietet Singaraja fast an jeder Ecke und zeitweise auch am Straßenrand, doch wir sind mehr als bereit den Sicherheitsgurt zu lösen und in die farbenfrohe Welt einzutauchen .



Es wurde ähnlich königlich gegessen, wie in mindestens einer Serienfolge von "Game of Thrones" .
Ebenso wie das fürstlich Essen , wird nun der nächtliche Blick aufs Meer der nach Erholung schreienden Seele zugeführt.


Linda

Sonntag, 13. August 2017

Reise zum Endpunkt der Erde


Der Wecker klingelt früh .. unsere Zeit ist gekommen.
Ab jetzt läuft der Timer zum Erreichen der Villa Beachfront..

Der Kampf gegen die letzten Gegner im Krieg um die vollkommene Entspannung beginnt.

Feind Nummer 1 klingelt sogar freiwillig an der Haustür .. der Taxifahrer ist wie bestellt pünktlich um 4 Uhr vor Ort, um die Horde zum nächsten Schlachtfeld zu führen.

Am Bahnhof bäumt sich der nächste metallische Gegner auf.. der blecherne Bandwurm windet sich Richtung Berlin Tegel, um dort für kurze Zeit auf eine gummibereifte Alternative umzusatteln.

Angekommen am Berliner Abflughafen, fallen wir wie ein Trupp wilder Affen in die Vorhalle ein, um dort unsere 3 aerodynamischen Himmelskörper gen Südwesten zu treiben.

Der Kampf fordert Opfer .. sowohl psychisch ..




...als auch physisch..




Doch nach dem großen Teilerfolg ..Kuala Lumpur endlich erreicht zu haben und auch die kulinarische Versorgung im Flugzeug ohne größere Blasenbildung im Mundwinkel überstanden zu haben..sind wir der Meinung auch weitere Landstriche einnehmen zu können.

Angekommen am Flughafen Bali stellen wir uns, marineähnlich, in Reih und Glied an um von unserem letzten Offizier den erlösenden Stempel zum Visum einzustreichen .

Dann schlussendlich schreiten wir erhobenen Hauptes in die Ruhmeshalle des GROßEN und EINZIG WAHREN Urlaubsparadieses.



Umjubelt von unzähligen Schaulustigen und unter dem Geschrei von preisgünstigen Taxiangeboten bahnen wir uns den Weg zum abgeparkten High - End - Bus : Der Fahrschein zur Villa.

Die Fahrt ist eine einzige Glanzleistung unseres "Drivers" der uns gekonnt und ohne das geringste Anzeichen von Anstrengung Richtung Villa manövriert..

Mit geprelltem Nierenlager und der Ankündigung eines Herzinfarktes passieren wir die Tore..

Der Timer ist beendet und als letzte Huldigung unserer Selbst nehmen wir nun ein abendliches Getränk mit "steifer Brise von Meerseite" auf unserer Haut ein ..




Linda

Freitag, 11. August 2017

Acht geile Tüten...ähm Typen !!




Es sind nur noch wenige Stunden und es geht los..
Nach einer letzten Mahlzeit auf europäischem Gebiet, sind wir gestärkt und munter für eine lange Reise..

Ich freu mich !! 


Wir sind nun alle mehr als urlaubsreif und die Stimmung steigt mit jeder Sekunde..
Es ist nicht immer leicht eine Reise zu planen , aber auch das kann man mit Freunden überstehen..
Das Taxi ist gebucht, die Koffer gepackt..Reisepässe kontrolliert..ab geht´s !!



Ich Packe meine Sachen und nehme mit ...

... meine besten Freunde natürlich. Es ist mal wieder so weit wir sagen "...Und Tschüss". Das Ziel dieses Jahr ist .......Trommelwirbel...... BALI ! :D
Und diesmal nehmen wir einfach alle mit die man im Urlaub vermisst :P

Ganz so einfach wie die anderen Reisen zu planen war es nicht.
Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie schwer es ist 8 Flugtickets zu vernünftigen Preisen zu bekommen...
Aber wir haben es trotzdem geschafft und Rückblickend zum richtigen Zeitpunkt gebucht :)

Unterkunftsmäßig probieren wir dieses Jahr mal Airbnb aus.  Vielversprechend sieht unser Häuschen ja aus :D



Na dann bis später unser Flieger geht morgen Mittag, dann heißt es wieder "...Und Tschüss" :D